Category Archives: Windows Server

Projekt #Honolulu – Installation und Konfiguration

Seit heute ist die Preview von Project Honolulu – Next Server Manager Console zum Download verfügbar. In diesem Blog Beitrag gehe ich auf die Installation und Konfiguration von dem Tool ein.

Vorwort

Bei Project Honolulu handelt es sich um eine vollständig, webbasierte Oberfläche für das zentrale Server Management von Windows Servern (ab 2012). Bedeutet das Tool ist nur über ein Webbrowser erreichbar und kann auch nur von hier verwaltet werden, dies ist für die spätere Installation von Relevanz.

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70-659 Windows Server 2008 R2 Server Virtualization

Da ich, aufgrund der freundlichen Unterstützung von ppedv, noch einen Gutschein für die Serverprüfung 70-659 hatte, habe ich diesen heute eingelöst.

Wenn man ein wenig Erfahrung im Bereich Hyper-V und der Verwaltung von Hyper-V mit dem SCVMM 2008 R2 hat, dann ist diese für viele sicherlich kein Hindernis.

Allerdings passten die Fragen zum Remotedesktop Service nicht so recht zu dieser Prüfung. Davon waren einige vorhanden die sich auf die Themen Verbindung, Lizenzierung und Broker bezogen.

Ansonsten bin ich ganz froh, dass ich den Gutschein erfolgreich nutzen konnte und die Prüfung bestanden habe. Wer noch weitere gehende Informationen sucht, sollte sich den folgenden Beitrag anschauen, besser hätte ich es nicht zusammenfassen können: Virtualboy Blog

Installation einer Offline Root CA

Aufgrund eines Fehlers und wahrscheinlich, weil ich nicht aufgepasst habe, habe ich bei der Migration von ESXi auf Hyper-V eine VM gelöscht, auf der meine Offline CA gespeichert war. Natürlich hatte ich ausgerechnet von diesem Zertifikat keine Datensicherung des privaten Schlüssels. Da in der Root CA auch noch ein Designfehler vorhanden war bzgl. der CRL, habe ich mich dazu entschieden, ein neues Root Zertifikat zu erstellen und die vorhandenen Designfehler zu korrigieren.

Da sieht man mal wieder, wie wichtig eine vernünftige Planung, auch in einer Testumgebung ist und das man natürlich die Datensicherung, gerade von kritischen Geräten nicht vergessen sollte 😉

Die Grundkonfiguration lässt sich mit folgenden Schritten schnell erledigen:

  1. 1. Standard-Installation von Windows Server 2008 R2 Enterprise Edition (Aktivierung auch gleich erledigen)
  2. Primären DNS-Suffix eintragen
  3. Unter C: ein Verzeichnis ADCS mit zwei Unterverzeichnissen “Database” und “Logs” anlegen
  4. Serverrolle Active Directory Zertifikatsdienste (Active Directory Certificate Services) installieren
  5. Bei Rollendiesten “Zertifizierungsstelle” auswählen
  6. Installationstyp “Eigenständig
  7. Zertifizierungsstellentyp “Stammzertifizierungsstelle
  8. Privater Schlüssel “Neuen privaten Schlüssel erstellen
  9. Kryptografiediensteanbieter: “RSA#Microsoft Key Storage Provider
    1. Schlüsselzeichenlänge “4096” (meine Empfehlung)
    2. Hashalgorithmus “SHA1
  10. Allgemeiner Name dieser Zertifizierungsstelle “F1NaLByte Root Authority” (denkt euch euren eigenen aus 😉 )
  11. Gültigkeitsdauer, da es sich um eine Offline Root CA handelt, kann diese zwischen 20 und 30 Jahren liegen. Wenn dieses Zertifikat kompromitiert werden sollte, verliert es ohnehin seine Gültigkeit.
  12. Zertifikatdatenbank, auswählen des im Vorfeld angelegenten Database-Verzeichnis für die Datenbank und Logs-Verzeichnis für die Logs.

Restliche Abfragen mit Standardwerten bestätigen. Daraufhin ist die Rolle installiert.

Konfiguration Sperrlistenverteilungspunkt

Nun müssen die Sperrlisteninformationen angepasst werden, dass ist wichtig! Hier sind zunächst alle Einträge mit “ldap” und “file” zu löschen, siehe Bild.

Das ganze sollte, nach geänderter Konfiguration, folgendermaßen aussehen:

Eintragen einer verfügbaren URL

Konfiguration Stelleninformationen

Zuletzt sollte ebenfalls der Zugriff auf die Stelleninformationen angepasst werden.

Konfiguration des Zugriffs auf die Stelleninformationen

Veröffentlichung der Sperrliste

Nächster Schritt ist die Konfiguration für das Veröffentlichungsintervall der Sperrliste. Da ich mit dieser Root CA nur meine Sub CA autorisiere, kann das Intervall ziemlich hoch eingestellt werden. Dies sollte aber im Einzelfall betrachtet werden. Bei Ausstellung von mehrere SubCA, sollte man das Intervall entsprechend der Anforderungen anpassen. In meinem Fall habe ich mich für 2 Jahre entschieden.

 

Konfiguration der Zertifikatssperrliste
Zertifikatssperrliste Konfiguration

Nun muss noch die Zertifikatssperrliste veröffentlicht werden: Veröffentlichung der Zertifikatssperrliste

Ist der “File-Pfad” nicht verändert worden, so befindet sich die veröffentlichte Sperrliste nun an folgendem Ort: “C:WindowsSystem32CertSrvCertEnroll

Speicherort der Sperrliste

Diese beiden Dateien können nun mit dem Root- Zertifikat exportiert werden. Die beiden Dateien müssen unter der konfigurierten URL auf dem Webserver zur Verfügung gestellt werden.

Damit ist die Konfiguration der Offline Root CA abgeschlossen und alle notwendigen Dateien stehen zur Verfügung. Der nächste Schritt wäre die Erstellung einer untergeordneten Online CA (SubCA) die, beispielsweise, im Active-Directory veröffentlicht ist.

IIS 7 / 7.5 Hosting mehrere SSL-Seiten auf einer IP

Mit dem Webservern kann man auf Port 80 mehrere Domänen auf einer IP-Adresse, anhand des Hostnamen, hosten. Dies ist allerdings bei HTTPS-Verbindungen schwierig, da der Hostname ja durch das Zertifikat bereits ausgestellt wird und mehrere Hostnamen nicht zusammen mit einem Port und einer IP laufen können.
Es gibt allerdings einen Weg, wie man mehrere SSL-Verbindungen mit einem Webserver und einer IP realisieren kann.

Vorraussetzungen:

  • Ein Wildcard-Zertifikat (*.domain.de)
  • IP-Adresse für das Hosting mehrere Webseiten
  • Min. 2 Webseiten auf Port 80 mit Hostnamen (SSL-Hostname wird nachgetragen)

Um das ganze nun zu realisieren:

  • Eine Commando-Zeile mit administrativen Rechten aufrufen
  • Ins Verzeichnis C:WindowsSystem32inetsrv wechseln
  • Folgendes Kommando eingeben (ersetzen von {Sitename}, {IP} und {Hostheader} mit den gewünschten Werten)
    • appcmd set site /site.name:{SITENAME} /+bindings [protocol='https',bindingInformation='{IP}:443:{HOSTHEADER}']
    • appcmd set site /site.name:IIS Seitenname /+bindings.[protocol=’https’,bindingInformation=’*:80:www.domain.de’]
  • Zertifikat im IIS Manager prüfen, kann geändert werden, allerdings kann der Hostheader nicht angepasst werden

Mit diesem wenigen Handgriffen könnt ihr nun mehrere Webseiten, über HTTPS, auf einem Webserver zugänglich machen.

Um eine bestehende SSL-Verbindung zu ändern:

  • appcmd set site /site.name:{SITENAME} /bindings.[protocol='https',bindingInformation='{IP}:443:{HOSTHEADER}'].bindingInformation:{NEWIP}:443:{NEWHOSTHEADER}
  • appcmd set site /site.name:”Default Web Site” /bindings.[protocol=’https’,bindingInformation=’10.0.1.100:443:web1.f1nalbyte.de’].bindingInformation:*:443:web1.f1nalbyte.de

siehe auch: http://www.sslshopper.com/article-ssl-host-headers-in-iis-7.html oder http://toastergremlin.com/?p=308

Gesamtstrukturebene auf 2003 heraufgestuft

Soeben wurde die Gesamtstrukturfunktionsebene auf 2003 heraufgestut. Bisher war nur die Domänenstrukturfunktionsebene heraufgestuft.  Vorgegangen wurde nach dem Microsoft KB-Artikel: http://support.microsoft.com/kb/322692/de

  • Klicken Sie in der Konsolenstruktur mit der rechten Maustaste auf Active Directory-Domänen und Vertrauensstellungen, und klicken Sie auf Gesamtstrukturfunktionsebene heraufstufen.
  • Klicken Sie unter Wählen Sie eine verfügbare Gesamtstrukturfunktionsebene auf Windows Server 2003 und dann auf Heraufstufen